Buchcover mit dem Titel „Die Wahrheit, vielleicht“ von Karl Rühmann, erschienen bei Rüffer & Rub Literatur.

Die Wahrheit, vielleicht

Von Karl Rühmann

Zwischen Herkunft, Sprache und Einsamkeit erzählt der Roman von einem Dolmetscher, der Verbindungen schaffen will und dabei immer wieder sich selbst verliert.

Felipe ten Holt hat immer schon zwischen verschiedenen Welten gelebt: als Sohn einer Spanierin und eines Niederländers; als Zielscheibe der Eifersucht seines Stiefvaters, der ihm den Weg zur Mutter versperrt; als Verhörspezialist, der die Wahrheit im Dickicht aus Worten und Gesten, Täuschung und Enthüllung sucht.

Nach einigen beruflichen und privaten Rückschlägen hofft Felipe seinen inneren Frieden in der Arbeit als freier Dolmetscher zu finden. In diesem Beruf ist er zwar – so seine Hoffnung – für die Kommunikation zuständig, aber nicht für deren Folgen. Das soll sich aber als eine Illusion erweisen.

Felipe sucht Zusammenhänge, Verbindungen zwischen Menschen, Dingen, Gedanken, Problemen. Seine Suche ist bezeichnend für eine Zeit, in der man vernetzt vereinsamt und allen Ortungsapps zum Trotz immer wieder die Orientierung verliert.

„Die Wahrheit, vielleicht“ ist ein prägnanter Roman über Sprache, Verantwortung und die Zerbrechlichkeit der Wahrheit.

Key Facts:

  • Verlag: Rüffer und Rub, Zürich (2022)

  • Sprache: Deutsch (Materialien auch auf Englisch und Französisch verfügbar)

  • Genre: Belletristik

  • Themen: Identität über Sprachgrenzen hinweg; Wahrheit und Wahrnehmung;

    Interpretation; Einsamkeit in der heutigen Zeit

  • Rechte: Verfügbar

Über Karl Rühmann

Karl Rühmann ist Autor, Übersetzer und Literaturwissenschaftler. In seinen Romanen und Essays beschäftigt er sich mit dem Verhältnis von Erinnerung, Wirklichkeit und Erfindung sowie mit Fragen von Sprache, Identität und Verantwortung. Neben seiner literarischen Arbeit unterrichtet er literarisches Schreiben und tritt regelmässig in Gesprächen, Lesungen und Workshops auf. Zuletzt erhielt er das Atelierstipendium Budapest 2027/28 der Landis & Gyr Stiftung.